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Archiv für den Monat: November 2025
Hecken – Führung
Heckenführung am 20. November
Zu unserer Heckenführung hatten wir eiskaltes Wetter, trotzdem fanden sich 19 Unentwegte am Eselhofparkplatz zusammen: ein harter Kern.
Michaela Beisenwenger erwartete uns schon und führte uns zu ihrer Lieblingshecke. Auf dem Weg dorthin kamen wir an einer Winterlinde vorbei, zu der Michaela schon viel Interessantes zu erzählen wusste, sozusagen als Einleitung. Aber dann ging es nur noch um die Hecke.
Hecken wurden im Mittelalter gezielt angepflanzt, meist zweireihig, und versorgten die bäuerliche Bevölkerung mit Holz und Früchten – in einer Zeit, als es den Bauern verboten war, den Wald zu nutzen. Sie waren und sind ein Unterschlupf für Vögel und Säugetiere und bremsen den Wind.
Nach der Zeit der Flurbereinigung, als viele Hecken gerodet wurden, lernte man ihre Funktionen wieder schätzen. Michaela erläuterte den Aufbau der Hecke, man unterscheidet Saum, Mantel und Dach. Wir umrundeten diese Hecke, probierten Hagebutten und die mehligen Beeren des Weißdorn, Michaela stellte uns Schlehe, Hasel, wolligen Schneeball, Pfaffenhütchen und andere Büsche vor. Eiche, Esche und Feldahorn – der Heckenbaum schlechthin – überragen als Dach diese Hecke. Wir lernten, dass man eine Hecke ab und zu „auf Stock setzen muss“, alles radikal absägen, um sie zu verjüngen.
Auf der Wiese neben der Hecke hatte Michaela ihren Bus geparkt und eine Bank aufgebaut, wo es nun um die Verkostung einiger Naturprodukte aus der Hecke ging. Sie hatte zwei Teemischungen mitgebracht, die sie nun mit heißem Wasser aufbrühte, wir probierten einen äußerst schmackhaften Likör aus „Scheißpfläumle“, Marmelade aus Schlehen und aus Weißdornbeeren und verschiedene herzhafte Aufstriche aus Eichenmehl. Und noch manches andere. Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus und ließen es uns schmecken. Das hätte noch eine Weile so weitergehen können, zumal zwischendurch sogar die Sonne hervorblinzelte, aber wir bekamen alle nach und nach eiskalte Füße. Da halfen auch der Likör und Gudruns Rum nicht mehr. Also beendeten wir diese informative Führung. Michaela hat ihr reiches Naturwissen mit uns geteilt, wir haben aufmerksam zugehört und werden von nun an eine Hecke anders ansehen und mehr wertschätzen
Gemarkungswanderung 3 von 3
Um neun Uhr am Sonntagmorgen fällte Regina die Entscheidung: Unsere
3. Gemarkungswanderung mit Gerhard Kober ziehen wir durch, auch
wenn es gerade nieselt. Der Regen würde nachlassen. Also trafen sich 14
Unentwegte gut eingepackt am See und fuhren zusammen zum Parkplatz
Schertelshöhle, unserem Startpunkt. Über Wiesen und durch
Waldstückle, immer nah an der Gemarkungsgrenze zwischen Hohenstadt
und Wiesensteig, gingen wir Richtung Weilerhöhe, unter der Autobahn
durch und wir hatten mit Aussicht auf die Kölleshöfe die Gemarkung
Drackenstein im Blick. Gerhard konnte wieder alles gut erklären und jede
Frage beantworten. Oben am Pferchfeld entschieden wir uns für den
kürzesten Weg zurück, den steilen Zickzackweg hinter der
Malakoffbrücke. Über rutschige Steine und durch nasses Laub war das
nicht ungefährlich, aber wir kamen alle heil unten an. Ganz ungewöhnlich
wirkte die an diesem Wochenende gesperrte Autobahn, auf der Arbeiter
mit schweren Maschinen zu Gange waren.
Im Gasthaus zum See wurden wir schon erwartet und bestens versorgt.
So konnten wir in fröhlicher Runde den Abschluss des Projekts
„Gemarkungwanderung“ feiern.
Gemarkungswanderung 2 von 3
Bericht über die 2. Gemarkungswanderung am 26. November
Diesmal trafen wir uns am Wanderparkplatz Reußenstein und gingen
zuerst rüber zur Burg. Die „Vorburg“ mit der Wiese und der Grillstelle
gehört zur Gemarkung Wiesensteig, die Burg selber gehört zu Neidlingen.
Gerhard Kober packte aus seinem reichhaltigen Wissen aus. Wir gingen
dann den Trauf entlang zum Bahnhöfle und von dort links Richtung
Grauer Stein. Da die Gemeindegrenze von dort senkrecht den Wald
hochgeht, mussten wir nach geeigneten Wegen suchen, gelangten aber
so oder so zur Schertelshöhle, unserem Etappenziel. Dort war richtig viel
los und die ehrenamtlichen Rasthausbetreiber hatten alle Hände voll zu
tun. Nach der Essenspause machten wir noch eine sehr kurzweilige
Höhlenführung mit, bei der wir nicht nur über die Höhle, sondern auch
über den Höhlenverein einiges Interessante erfuhren.
Wieder haben wir viel gelernt bei der Gemarkungswanderung.









