Hauptversammlung 2021

Am vergangenen Freitag, 29.10.2021, fand im Gasthaus „Zum See“ die Hauptversammlung des Schwäbischen Albvereins statt. Die anwesenden Mitglieder hatten über die zwei Geschäftsjahre 2019 und 2020 zu befinden. Der 1. Vorsitzende Helmut Polozcek begrüßte die Anwesenden und lud als Erstes dazu ein, der verstorbenen Mitglieder des Albvereins zu gedenken. Der 2. Vorsitzende Armin Neglein hieß danach fünf neue Mitglieder willkommen und gab einen ausführlichen Rückblick auf eine ganze Reihe schöner Wanderungen in diesen zwei Jahren, auf die zwei Sternwanderungen im Rahmen des Schülerferienprogramms und zuletzt auf den viertägigen Ausflug in den Bregenzer Wald. Unser Wegewart Klaus Morschhauser berichtete anschließend, wie er mit verschiedenen Helfern weiterhin die Albvereinswege auf der Gemarkung und die städtischen Rundwege beschilderte oder die Markierungen gemäß den neuesten Anforderungen verbesserte. Kassiererin Gudrun Bückle stellte die Kassenberichte für 2019 und 2020 vor, die unser Kassenprüfer Hansi Ege schon vorab kontrolliert hatte. Aktuell hat der Albverein 45 Mitglieder. Albert Baumeister leitete souverän die Entlastung des Vorstands, die für beide Jahre einstimmig gewährt wurde, und die Neuwahl des 1. Vorsitzenden. Helmut Polozcek erklärte sich bereit, das Amt für zwei weitere Jahre auszuführen, und wurde einstimmig ohne Gegenstimme gewählt. Er schlug nun seinerseits die Wiederwahl des 2. Vorsitzenden, des Wegewarts, der Kassiererin, des Kassenprüfers und der Schriftführerin vor, die alle einstimmig wiedergewählt wurden. Mit Regina Polster und Anita Wagner wurden zwei neue Beisitzerinnen vorgeschlagen; sie wurden einstimmig ohne Gegenstimme gewählt und nahmen die Wahl an. Mit diesem Team kann der Albverein auch in Zukunft seine Aktivitäten entfalten.

Au Bregenzer Wald

Albvereinsausflug nach Au im Bregenzer Wald vom 7. bis 10. Oktober. Am Donnerstag um die Mittagszeit trafen nach und nach die Autos mit der Göppinger Nummer auf dem Parkplatz des Hotels „Schiff“ ein, es gab ein großes Hallo. Als alle ihre Zimmer bezogen hatten, fuhren wir mit dem Bus in den Nachbarort Schoppernau und mit der Seilbahn auf den Diedamskopf. Auf der Bergstation in 2.020 m Höhe lag 20 cm Schnee. Außerdem war es neblig, so dass niemand Lust verspürte, noch bis zum nahen Gipfel zu steigen. Aber im Restaurant fand sich ein großer Tisch, wo wir alle in der Runde saßen. Auf dem Rückweg gingen wir zu Fuß, teilweise an der Bregenzer Ach entlang, von Schoppernau nach Au. Dort war es Zeit für einen Ortsrundgang. Wir kamen am alten Gasthaus „Löwen“ vorbei, wo heute Schnaps gebraut wird, und warfen einen Blick in das Kirchle. Gertrud Beer zeigte uns, wo ihr Elternhaus früher stand und wusste auch sonst immer viel über ihren Heimatort zu erzählen.

Am Freitag fuhren wir mit dem Bus nach Damüls und mit der Sesselbahn, dem Uga-Express, weiter zur Elsenalpe. Hier, auf 1.850 m, war es auch winterlich kalt. Zu Füßen der Mittagspitze machten wir eine kleine Wanderung über die Almwiesen, und mancher Skifahrer erinnerte sich an Abfahrten in diesem Skigebiet. Nach der Rückfahrt ins Tal stand im Hotel noch das Büfett der „Nachmittagsjause“ für uns bereit. Gestärkt und mit einer gewissen Grundlage zogen wir mit Gertrud los zum Kräutergarten im Holdamoos. Auf dem Weg kamen wir am Haus von Gertruds Bruder vorbei, und ehe wir‘s uns versahen, wurden wir im Hof mit einem köstlichen Bergwiesenschnaps bewirtet und konnten den Käse probieren, den die Tochter als Sennerin auf einer Alm im Montafon hergestellt hatte. In den letzten Sonnenstrahlen setzten wir schließlich unseren Weg fort hoch zum Holdamoos, versuchten im Kräutergarten die Pflanzen zu bestimmen und bewunderten die hier als Museum aufgestellte „Vorsäß“-Almhütte.

Am Samstag nahmen wir den Bus zum Hochtannbergpass. Schon die Fahrt durch das spektakuläre Tal der Bregenzer Ache und hinauf auf die Passhöhe war ein Erlebnis. Von den Saloberliften wanderten wir über den Körbersee, der als einer der schönsten Orte Österreichs gilt, hinunter nach Schröcken, teilweise auf der alten, steilen Passstraße. Am späten Nachmittag wollten wir im „Löwen“ an einer Schnapsführung teilnehmen; es war abgemacht, dass sie unsere Gruppe irgendwo dazwischen nehmen. Wir mussten auch eine Weile warten, aber das hat sich allemal gelohnt. Wir erfuhren in kurzer Zeit sehr viel über die Herstellung von Schnaps und Geist, über die Lagerung in Holz-, Edelstahl- oder Tonfässern, und wir durften am Schluss eine ganze Reihe verschiedenster Sorten probieren. In dieser kleinen Brennerei werden in erster Linie Geiste aus den hier wachsenden Kräutern, Blüten, Samen und Wurzeln hergestellt. Danach waren wir wieder bei Gertruds Bruder verabredet, weil die Tochter Käse zum Kaufen vorbereitet hatte. Wieder wurde uns Schnaps angeboten, den wir aber diesmal dankend ablehnten. Am Sonntag fuhren wir nach dem Auschecken nach Bezau und mit der Kabinenbahn zur Bergstation auf 1.640 m Höhe. Auf dem wunderschönen Panoramaweg wanderten wir oberhalb eines dichten, weißen Nebelmeeres und konnten noch einmal Kanisfluh und Mittagspitze von einer anderen Seite bewundern. Nach der Einkehr auf der Terrasse des Panoramarestaurants rückte endgültig der Abschied näher. Wir blickten zurück auf ein sonniges Wochenende mit tollen Wanderungen. In unserem Hotel „Schiff“ waren wir bestens untergebracht, das Essen schmeckte hervorragend und war fantasievoll angerichtet. Der sehr edel gebaute Hotelpool wurde vor allem morgens vor dem Frühstück genutzt. Abends saßen wir bis spät in der Gaststätte und hatten immer viel zu erzählen und zu lachen. Ein richtig geselliges Wander- und Verwöhnwochenende!

Hildenburg

Die Aussicht vom Tierstein war großartig an diesem klaren, sonnigen Morgen, als wir dort, auf unserem Weg von Aimer zur Hiltenburg, das Filstal aufwärts schauten. Auf der Autobahn herrschte dichter Verkehr, und jemand erklärte, wie die geplante neue Albaufstiegstrasse verlaufen soll. Von der Hiltenburg aus genossen wir den Blick das Filstal abwärts.
Bei der Hiltenburghütte des Ditzenbacher Albvereins war schon reichlich Betrieb; wir trafen Bekannte, saßen gemütlich und ließen uns die Linsen und Spätzle oder die Gulaschsuppe schmecken. Wieder zurück am „Aimer“, beschlossen wir kurzerhand, noch bei Melanie im „Mühlwerk“ einen Kaffee zu trinken. Das war der perfekte Ausklang einer schönen Wanderung.

Vögelestal

Rückblick auf die Wanderung im Vögelestal:
Am Fr 10.09. starten 11 Wanderer bei schönstem Wanderwetter um 13:30 Uhr vom Gasthof See Richtung Türkheim. Unser Ziel war eine Wanderung durch das Vögelestal über den Lautertalweg Richtung Amstetten Dorf. Bei einer kurzen Verschnaufpause trafen wir auf ein Amstettener Original, die ehemalige Hirschwirtin, die uns Anekdoten vom Ort und der Umgebung berichtete. Bei der Rückwanderung über den Haselweg erreichten wir wieder den Parkplatz. Im Biergarten der Burgruine Berneck ließen wir den Tag gemütlich ausklingen.

Schülerferienprogramm 2021

Sternwanderung zum Filsursprung

In drei Gruppen zogen wir wieder zum Filsursprung, noch voller Optimismus: Das Wetter hält! Aber auf dem Weg dorthin donnerte es schon bedrohlich. An den Grillstellen war das Feuer schon vorbereitet und es wurde eilig gegrillt. Aber dann prasselte doch der Gewitterregen herab. Die meisten Leute suchten Schutz in der Hütte. Zum Glück ließ der Regen nach einer Weile nach und es zeigte sich sogar ein Regenbogen. Die restlichen Würste konnten in Ruhe verspeist werden. Leider fiel das geplante Geländespiel unter diesen Umständen aus. Es hatte auch merklich abgekühlt, so dass die meisten Familien den Heimweg antraten.

Hohenneuffen

Für unsere Wanderung zum Hohenneuffen hatten wir ideales Wanderwetter: sonnig und nicht zu heiß. Wir fuhren bis zum Parkplatz am Burrenhof und wanderten über Felder und Wiesen bis zum Albtrauf oberhalb von Beuren. Vom Wilhelmsfels aus hatten wir einen ersten schönen Blick auf die Burg. Dort trafen wir auch auf einen Alpenbock, den seltenen, blau-schwarzen Käfer mit den langen gebogenen Fühlern.
Danach ging es immer am Trauf entlang bis zum Neuffen, wo wir uns mit Getränken vom Kiosk oben auf der Plattform zusammensetzten und die Aussicht genossen.
Der Traufweg führte nun, vorbei am Molachsee – der sich auf einem Vulkanschlot gebildet hat – bis zur „Brille“, einer Riesenskulptur, durch die man nochmals den Blick zum Hohenneuffen schweifen lassen kann.
Auf dem Rückweg kehrten wir im Harpprechthaus ein. Der Wirt erklärte uns den Namen des Hauses. Er geht auf Theodor Harpprecht zurück, der 1869 die Sektion Schwaben des Deutschen Alpenvereins gründete und ein passionierter Bergsteiger war. Das Haus, das seinen Namen trägt, wurde 1935 eingeweiht, voll in der Nazi-Zeit.
Manuel Rothfuss und Peter Misof versorgten uns bestens, und so ging es gestärkt nach Hause.

Fotos: Anita Wagner

Neidlinger Tal

Die erste Wanderung nach langer Zeit hat richtig gut getan. Endlich mal wieder wandern, endlich mal wieder einkehren. Wider Erwarten machte auch das Wetter mit. Die großen und kleinen Schirme hatten wir alle umsonst mitgenommen.
Der Neidlinger Wasserfall zeigte sich mit eindrucksvollen Wassermassen, die wir von unten und von oben betrachteten und belauschten. Und wo das Wasser ganz hinten im Tal in einer breiten Rinne über den Weg lief, mussten alle mutig drüberspringen.
Durch den Wald und die Obstwiesen gelangten wir in einem großen Bogen zurück zum Parkplatz. Die Frauen gingen vollends zu Fuß zum Gasthof Lamm. Auf diese Weise, so meldeten die Statistiker mit den entsprechenden Apps, machten sie die 10 km voll.
Im Lamm, wo uns der Wirt freudig begrüßte, konnten wir nicht nur unseren Durst löschen und prima speisen, sondern zum Schluss auch noch ein Geburtstagskind feiern.

Fotos: Anita Wagner

Wanderausflug zur Limburg

Ein besonderer Wander-Ausflug stand am 18. Sept. auf dem Programm. 18 Wanderer und Wanderinnen trafen sich am See und bildeten Fahrgemeinschaften. Das Ziel war ein Parkplatz am Fuß der Limburg zwischen Neidlingen und Weilheim. Über einen Wiesenweg ging es hoch auf den Limburg-Rundweg, und von dort stiegen wir den kleinen Zickzackweg auf den Gipfel. Eine wunderbare Aussicht bot sich uns dar, und das bei strahlend blauem Himmel.
Inzwischen hatte Rainer Bauer, ein Winzer an der Limburg, seine Biergarnituren aufgestellt und alles für die Weinprobe vorbereitet. Wir konnten Silvaner und Roséwein probieren, während er über eine Stunde viel Interessantes über Weine und Reben erzählte. Sechs private Weinbauern von der Limburg liefern ihre Trauben nach Neuffen, wo sie in der Weingärtnergenossenschaft ausgebaut werden – ebenso wie die Weine vom Hohenneuffen, aus Beuren, Kohlberg oder Balzholz. Herr Bauer wusste auch über die Geologie und die Geschichte der Limburg Bescheid. Dermaßen gut informiert und vom Wein inspiriert, ging es zurück zum Parkplatz und weiter nach Häringen ins Rössle zum Vesper. Dort war ein Tisch für uns reserviert. Der Seniorchef gesellte sich zu uns und später auch sein Enkel, der das Anwesen vom Wacker-Wilhelm auf dem Bläsiberg gekauft hatte und uns nun erläuterte, was er mit dem Hof vorhat.
Als wir gegen 21 Uhr wieder nach Wiesensteig zurückkamen, hatten wir in einer herrlichen Gegend viel Interessantes erfahren.
Dank gebührt Heinz Wagner und Armin Neglein für die Organisation dieses vielseitigen Ausflugs.

Donnerstagswanderung

Zur Donnerstagswanderung letzte Woche trafen sich 12 Albvereinler und Albvereinlerinnen an der Papiermühle und wanderten gemeinsam durch das Hasental zur Schertelshöhle. Dort waren wir angemeldet. Zwei weitere Albvereinsmitglieder erwarteten uns bereits, und wir wurden von den beiden Männern des Höhlenvereins mit Getränken und Roter Wurst freundlich bewirtet. Auch die Höhle konnten wir zwischendurch besichtigen.
Viel zu schnell verging die Zeit, und für den Heimweg wählten wir auch den kürzesten Weg.

 

Schülerferienprogramm 2020

Schwäbischer Albverein Ortsgruppe Wiesensteig

Es war ein warmer Sommerabend, als an drei verschiedenen Treffpunkten Kinder und Eltern zusammenkamen, um im Rahmen des Schülerferienprogramms zum Filsursprung zu wandern. Und als sich alle Gruppen dort trafen, waren es ungefähr 30 Kinder und fast ebenso viele Erwachsene.
Am Filsursprung hatten Helmut Poloczek und Armin Neglein an den zwei Grillstellen schon Holz aufgeschichtet und Feuer gemacht. Die Kinder fingen natürlich gleich an, am Wasser zu spielen. Der Hunger trieb sie dann doch zu den Feuerstellen, wo sie mit hochmodernen Teleskopgrillstöcken oder traditionellen Haselnussstecken ein, zwei Würstchen grillten. Aber nach kurzer Zeit tobten sie weiter. Die Erwachsenen konnten derweil am Feuer Neuigkeiten austauschen; das ein oder andere Bier wurde geöffnet.
Inzwischen war es schon etwas kühler geworden, und nach einen gemeinsamen Lied für ein Geburtstagskind traten wir den Heimweg an.