Heidental „was blüht im Monat Mai“

Wanderung ins Heidental mit Kräuterführung
und Hofbesichtigung bei Herbster-Thumm

„Was blüht im Monat Mai?“ war das Motto, und für die Kräuterwanderung mit Michaela Beisenwenger war unsere Gruppe fast zu groß: Immer wieder musste sie die Interessierten erst um sich scharen, bevor sie allen eine am Wegrand gepflückte Blume vorstellte. Sie erklärte, woher die Namen kommen, welche Teile der Pflanze mit welchen Inhaltsstoffen genutzt werden können, welche Insekten die Pflanze auch gerne nutzen, und vieles mehr. Sie warnte auch vor giftigen Pflanzen. Wussten Sie, dass der scharfe Hahnenfuß, der oft auf den Weiden zu sehen ist, für Mensch und Tier giftig ist und deshalb von den Kühen gemieden wird? Im Heu dagegen ist er genießbar. Viele Blätter und Blüten sind essbar und enthalten Vitamine und Mineralstoffe. So ließ uns Michaela an ihrem reichen Kräuterwissen teilhaben, und sie hatte einige Delikatessen aus Wildkräutern vorbereitet, die wir am Schluss im Heidental probieren durften.

Zunächst führte aber der Weg an der Papiermühle vorbei, unten an der Fils entlang bis zum Kleinen Filsursprung, wo es dann links hoch ging zum Raller. Auf der Höhe konnten wir in den Wiesen schon Mitglieder der Familie Herbster-Thumm mit großen Maschinen im Einsatz sehen: Sie hatten gerade mit dem Silieren begonnen. Trotzdem empfing uns Karin auf ihrem Hof ganz herzlich mit Kaffee und Kuchen. Sie nahm sich viel Zeit für eine Führung durch die Stallungen, beginnend bei den kleinsten Kälble, und erzählte viel von der Arbeit mit den insgesamt 330 Tieren. Die 180 Milchkühe im Laufstall besuchten wir natürlich auch und ließen uns den Milchroboter erklären. Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Bei Michaelas Kräuterhappen und kühlen Getränken saßen wir noch lange im Hof unter den Sonnenschirmen. Die Letzten machten sich ziemlich spät auf den Heimweg über die Mittlere Steige und erreichten Wiesensteig erst mit dem Einbruch der Dämmerung.